Freshe Ideen

Maike Thies, Mitinitiatorin von REFRESH. Foto: Timo Ullmann

Kopfvoran in unbekannte Gewässer: REFRESH lädt während vier Tagen in die virtuelle Denkfabrik ein. Auf dem Programm: Ideen spinnen und Synergien rund um das Thema Digitalisierung in den Künsten und im Design bilden. In Kooperation mit dem Digital Festival lockt REFRESH mit Talks, Workshops, Performances, Screenings und einer Ausstellung nach Zürich-West. Vier Fragen an Mitinitiatorin Maike Thies.

VON GIANNA BÄRTSCH

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Gianna Bärtsch: Was ist REFRESH und wer steckt dahinter?
Maike Thies: Bei REFRESH dreht sich alles um die Zukunft des Designs und der Künste. Wir beschäftigen uns mit immersiven Welten und was damit zusammenhängt. Es ist ein Format, in dem sich hochkarätige internationale Gäste, die Schweizer Kreativwirtschaft und Hochschulangehörige begegnen. REFRESH ist ein interdisziplinäres Festival mit Konferenzcharakter – oder umgekehrt. Es geht darum, die Schnittstellen zwischen Disziplinen offenzulegen und Inspiration zu stiften. Dahinter stecken ziemlich viele Köpfe: REFRESH ist eine Initiative des Departements Design und des Immersive Arts Space.

Warum braucht es ein weiteres Design- beziehungsweise Digitalfestival?
REFRESH pusht Fragen aus Design und den Künsten im Bereich immersiver Technologien und eröffnet so neue Denkräume. Gemeinsam mit Christian Iseli, er lehrt in der Disziplin Film und leitet den Immersive Arts Space, war ich intensiv im Austausch zum Thema Immersion und zu den Potenzialen neuer Technologien. Irgendwann haben wir gemerkt: Jetzt ist es an der Zeit, in einem anderen Format zu denken, neue Mitstreitende zu finden. So entstand REFRESH. Wir wollen uns nicht nur mit technischen Fragen herumschlagen, sondern die Technologie mit wohlreflektierten, spannenden Inhalten herausfordern.

Welche Themen werden beleuchtet?
Es wird mit vielen verschiedenen Ansätzen experimentiert. Unter anderem beleuchtet Dr. Nelly Ben Hayoun-Stepanian, die sich als Designer of Experiences versteht und mit den Nelly Ben Hayoun Studios / University of the Underground international Aufsehen erregt, den Einfluss disruptiver Technologien auf die Gesellschaft. Auch das digitale Supermodel Shudu von Cameron Wilson, das menschliche Influencer in den Schatten stellt, oder industrielle Roboter, die für das Künstlerkollektiv aatb zu einem festen Teil der Familie und der eigenen künstlerischen Praxis wurden, finden Platz.

Was liegt dir persönlich an dieser Veranstaltung?
Ich finde es faszinierend, vier Tage lang Erfahrungen zu sammeln und zu spüren, dass da noch ganz viel Luft nach oben ist. Statt Exklusivität Inklusion zu fördern und so mit neuen Menschen aus unterschiedlichsten Disziplinen in Kontakt zu kommen – Freundschaften zu schliessen. Und ganz spannend: zu beobachten, was in der Zukunft aus dem Austausch entstehen wird und was REFRESH angestossen hat.

17.–20. September 2020, Digital und im Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, Zürich. Kostenlose Anmeldung und Programm: refresh.zhdk.ch
Maike Thies (maike.thies@zhdk.ch) ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachrichtung Game Design der ZHdK.
Gianna Bärtsch (gianna.baertsch@zhdk.ch) ist Projektleiterin in der Hochschulkommunikation der ZHdK.
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