Jesus, Jazz und Hip-Hop inspirieren mich

Edinson Nuez und Sängerin Isabel Richiusa. Fotos: Regual Bearth © ZHdK

Studierendenporträt Edinson Nuez

Unter dem Künstlernamen Eddy Delaluz verfolgt Jazzpiano-Student Edinson Nuez in vielfältigen Projekten seine Liebe zur Musik. Inspiration findet der 24-Jährige im Jazz, im Hip-Hop und in seinem Glauben.

VON ANDREA ZELLER
___

Andrea Zeller: Wieso hast du dich für diesen Studiengang entschieden?
Eddy Delaluz: Musik hat mich schon immer angezogen. Als Kind in der Dominikanischen Republik hörte ich meinen Nachbarn ständig Gitarre spielen und fing selbst damit an. Zum Klavier kam ich später – in meiner Schule stand in einigen Zimmern ein Klavier, und ich habe aus Neugier darauf rumgeklimpert. Nach einer Unterrichtsstunde hat es mich gepackt, und über eine klassische Ausbildung habe ich meine Liebe zum Jazzpiano entdeckt. Für mich ist es ein Geschenk, dass ich mich an der ZHdK mit meinem Instrument vertieft auseinandersetzen kann, und ich geniesse es, in meinem Leben etwas zu tun, was mich erfüllt.

Woher nimmst du deine Inspiration?
Meine Beziehung zu Jesus ist die wichtigste Quelle. In meinem Leben und in meiner Musik möchte ich über das Wasser gehen, ohne zu zweifeln. Mich inspirieren aber auch andere Musikschaffende, im Jazz beispielsweise die Pianisten Thelonious Monk und Michel Camilo. Im Rap faszinieren und begeistern mich der Rhythmus und die Poesie. Die direkte Art, in der sich Rapper ausdrücken, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, ist genial.

Welche aktuellen Projekte verfolgst du?
Neben meinem Studium spiele ich mit der Sängerin Isabel Richiusa als Richiusa Delaluz Duo Konzerte und komponiere Songs. In der Hip-Hop-Gruppe KC7 produziere ich Beats mit Saymon Kuziem und rappe. Momentan arbeiten wir an unserer ersten EP, die erste Single, «Prepara tu maleta», ist bereits veröffentlicht. Dazu kommen regelmässige Auftritte in der Worship Band im Christlichen Zentrum Buchegg.

Wie bereitest du dich auf einen Auftritt vor?
Ich nehme mir immer genug Zeit, komme in Ruhe an und überlege nicht zu viel. In freudiger Anspannung geniesse ich die Gegenwart und lasse mich überraschen.

Was würdest du ändern an der ZHdK?
Weniger Plakatständer in den Gängen! Da mir meine coole Sonnenbrille nicht so viel nützt, streife ich hin und wieder eins.

Wo bist du am liebsten in Zürich?
Neben dem Toni-Areal bin ich gerne im Irchelpark, um zu joggen und zu trainieren.