Werkstatt-Automat

Material auswählen, Nummer drücken, Geld einwerfen und glücklich weiterwerkeln: ein Werkstatt-Automat im Toni-Areal. Foto: Regula Bearth

Lieblingsstück

VON VALÉRIE HUG

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Gerade keine Schere zur Hand oder das Messband verlegt? Kein Problem, im Toni-Areal gibts ja zum Glück den Shop ITZ; der hat beinahe für fast jedes Materialproblem eine passende Lösung. Mit einem kleinen Haken: Öffnungszeiten.

Dabei wäre eine weitere Rolle Klebeband oder noch ein bisschen Laserguthaben genau jetzt dringend nötig gewesen, um das Projekt auch noch zur späten Stunde abschliessen zu können. Die Situation ist altbekannt, die Lösung liegt auf der Hand: Gäbe es doch nur so etwas wie einen «Selecta», der statt Getränken Material ausspucken würde!

Halt Stopp. Den gibts. Und zwar gleich vier Mal im Toni-Areal. Und je nachdem, wo er steht, passt er sein Angebot an. So ist einer für Siebdruck-, Papier- und Textilprobleme, ein anderer für Holzwerkstatt-Fragen zur Stelle. Wieder ein anderer bietet mit seinem Angebot von Klüpperli über Krokodilklemmen bis hin zu Schwämmen Erste Hilfe in sämtlichen Bühnenbelangen. Ums kurz zu sagen: Auf die Werkstatt-Automaten ist Verlass. Ein Lieblingsstück, dessen Wert man erst kennenlernt, wenn man mal in der Materialklemme gesteckt hat. Das weiss auch Adrian Brazerol, Sektorleiter Werkstätten Lehre und Initiant der Werkstatt-Automaten: «In ihnen befinden sich Dinge, die oftmals zu Hause vergessen werden, ohne die man aber häufig nicht weiterkommen würde». Die wöchentlichen Kontrollen der Füllstände bestätigen dies. Auch, dass die Automaten mit der Zeit immer reger genutzt werden. «Vor allem das Laserguthaben ist ein echter Renner», sagt Adrian Brazerol.

Toni-Areal, Shop ITZ, Ebene 4, Pfingstweidstrasse 96, Zürich
Angebot und Öffnungszeiten: www.zhdk.ch/shopitz

In dieser Rubrik stellen ZHdK-Angehörige besondere Dinge aus dem Alltag an einer Kunsthochschule vor. Weitere Lieblingsstücke finden sich auf: zett.zhdk.ch/lieblingsstueck
Valérie Hug (valérie.hug@zhdk.ch) studiert Kulturpublizistik im Master Art Education. Davor war sie Praktikantin in der Hochschulkommunikation der ZHdK.