Ein grosses, goldiges Instrument sollte es sein

Studierendenporträt: Valentine Michaud

Valentine Michaud ist in Nantes, Frankreich, aufgewachsen und wohnt in Lausanne. Sie studiert im Master Specialized Music Performance im Hauptfach Saxofon. In Frankreich studierte sie Musik und erwarb anschliessend in Lausanne einen Master in Musikpädagogik.

VON PERRINE YARAR
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Perrine Yarar: An welchen Projekten arbeitest du momentan?
Valentine Michaud: Im vergangenen Semester arbeitete ich intensiv am Performanceprojekt «Glitch». Ein weiterer Saxofonist, zwei Contemporary-Dance-Studierende und mein Bruder, der Grafik studiert, standen mit mir zusammen auf der Bühne. Wir versuchten, die Schöpfungsgeschichte neu darzustellen.

Was inspiriert dich?
Obwohl ich zur Solistin ausgebildet werde, inspiriert mich die Zusammenarbeit mit anderen Kunstschaffenden enorm. Neue, nicht klassische Konzertformen interessieren mich und nähren meine Kreativität.

Wieso hast du dich für den Master Specialized Music Performance an der ZHdK entschieden?
Mit sieben Jahren verkündete ich meinen Eltern, ich wolle ein grosses, goldiges Instrument spielen. Die Tuba war mir zu gross, so entschied ich mich fürs Saxofon. An die ZHdK wollte ich, weil ich an dieser Schule nicht nur tolle Musiker, sondern auch Malerinnen, Tänzer und Designerinnen kennenlernen kann.

Wie bereitest du dich auf eine Performance vor?
Da gibt es kein Geheimrezept. Die beste Vorbereitung ist, einfach bereit zu sein. Dazu gehört üben, üben, üben! Wettbewerbe finde ich meist stressiger als Konzerte, doch nach fünf Minuten auf der Bühne verfliegt die Anspannung normalerweise.

Dein Traumberuf nach dem Studium?
Ich möchte in Zukunft so viele Konzerte wie möglich spielen und nebenbei weiter unterrichten. Diesen Ausgleich schätze ich sehr. Auch Projekte mit Theaterschaffenden reizen mich.

Dein Lieblingsort in Zürich?
Ich kenne mich in Zürich nicht besonders gut aus. Das Seeufer gefällt mir, es ist schöner als das in Lausanne. Und die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, alten Geschäften und Secondhandshops mag ich gut.